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Bohrtechnik

Prinzip Bohrtechnik

Wolfgang Buchner passte die bekannten Saug- und Spülbohrmethoden den örtlichen Gegebenheiten an, indem er z. B. nichtkorrosive und leicht verarbeitbare Materialien (PE- und PVC-Rohre) verwendet.

Lediglich mit Hilfe des selbst hergestellten Bohrwerkzeugs, also ohne Maschineneinsatz und ausschließlich per Hand, kann man so Rohrbrunnen (mit einem Durchmesser von knapp 4 cm) bis in Tiefen von 90 m binnen drei bis vier Tagen bohren. Vor allem Lehm- und Sandböden, wie sie in vielen Gegenden der Erde vorkommen, eignen sich für diese Bohrmethoden. 

 

Die Kosten für diese Brunnen sind vergleichsweise sehr gering. Einschließlich einer Handpumpe ("EMAS-Flexi-Pumpe"), aller Materialien, Arbeitszeit und ein Jahr Garantie betragen die Kosten für einen gebohrten Meter derzeit etwa 6 US-$ (in Bolivien). Ein durchschnittlicher Brunnen mit einer Tiefe von 30 m kostet also mit der Handpumpe ca. 180 US-$. Dies ermöglicht eine flächendeckende Versorgung mit Trinkwasser für Kommunen und Familien in ländlichen Gebieten. 

 

 

 

 

Die Vorteile dieser Bohrtechnik werden in folgender Auflistung nochmal zusammengefasst: 

 

  • einfache, aber effektive Bohrmethode ohne Maschineneinsatz
  • im Gegensatz zum Schachtbrunnen können auch tiefer gelegene Grundwasserstockwerke angebohrt und genutzt werden
  • Einsatz nicht korrosiver, leicht zugänglicher und verarbeitbarer Materialien (PE und PVC)
  • geringere Gefährdung des Arbeitspersonals als beim Graben eines Schachtbrunnens
  • geringer Wartungsaufwand (1 Jahr Garantie)
  • geringe Kosten (ca. 6 US-$ pro Bohrmeter incl. Handpumpe, dies ist ca. zehn mal kostengünstiger als bei anderen Methoden)
  • keine laufenden Betriebskosten dank der EMAS-Flexi-Handpumpe
  • Schonung des Grundwassers, da das Brunnenloch für motorisierte Pumpen zu klein ist (Durchmesser 37 mm); Fördermenge ca. 3600 l / h
  • hygienisch und sauber, da der Brunnen, anders als der Schachtbrunnen, ringsum abgeschlossen ist
  • nur eine Fehlbohrung (nicht fündig geworden) bei ca. zehn Bohrversuchen
  • einfache Technik, die leicht erlernbar ist
  • anwendbar in vielen Regionen der Erde (Lehm- und Sandböden)
  • tauglich für schnelle Katastropheneinsätze