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Ausbildung zum Trinkwasserversorger (Brunnenbauer)

Auszubildende schweißen ihren eigenen Bohrturm

Das Kriterium der Selbsthilfe erfüllt die Ausbildung von interessierten Menschen, meist Bauern und Landarbeitern, zu selbständigen Brunnenbauern. In einer etwa vierwöchigen theoretischen, überwiegend aber praktischen Ausbildung werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, selbständig Brunnen zu bohren und eine Trinkwasserversorgung aufzubauen, und damit je nach Angebot und Nachfrage in ihrer Region ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Lerninhalte der Ausbildung sind im wesentlichen:

 

  • Bohren von Brunnen in verschiedenen Böden
  • Herstellung und Installation von Handpumpen
  • Konstruktion von alternativen Trinkwassergewinnungen (Trinkwasseraufbereitung, Tropfbewässerung, Regenwasserzisternen)
  • Bau von einfachen Sanitärinstallationen (Duschen, einfache Sonnenkollektoren für Warmwasser, geruchsarme Trockentoiletten)
  • Konstruktion von Trinkwasserbehältern und einfachen Verteilernetzen
  • Grundlagen der Metallverarbeitung
  • Anfertigen des eigenen Bohrwerkzeuges
  • Grundlagen in Lesen, Schreiben und Rechnen auffrischen
  • Grundlagenwissen in Physik, Chemie, Geologie, Hydrogeologie, Hygiene und Umweltschutz
  • Einfache Grundlagen von Betriebsführung, Kundenakquisition, Kundenberatung und Kundenbetreuung

 

Die Kosten für die Ausbildung eines Brunnenbauers (Kurs, Unterkunft, Verpflegung, Arbeitsmaterialien, Herstellung der Bohrwerkzeuge) betragen derzeit etwa 2.000 US-Dollar. Die komplette Bohrausrüstung und das Werkzeug verbleiben im Besitz des Kursteilnehmers.

In den vergangenen Jahrzehnten fand die "klassische" Ausbildung meist vor Ort durch die mobile Brunnenbauerschule statt, teilweise auch im Rahmen von internationalen Lehrgängen (bisher in Puerto Perez, Bolivien).

Neben dieser Form der Informationsweitergabe gewinnt derzeit die virtuelle Ausbildung (in den vergangenen Jahren beispielsweise in Bolivien über das Fernsehen), zunehmend aber weltweit über das Internet, an Bedeutung.

Noch ein Hinweis: Falls es nach der initialen Ausbildung im Verlauf zu Fragen oder Problemen seitens der Brunnenbauer kommen sollte, stehen Wolfgang Buchner und EMAS weiterhin unbürokratisch zur Verfügung. Vieles läßt sich dann per Telefon oder Internet klären; in Einzelfällen wurden auch schon "Auffrischungskurse" vor Ort abgehalten.

 

 

 

 

Mit seinem selbst gebauten Brunnenbauerwerkzeug verlässt der ausgebildete Brunnenbauer die Brunnenbauerschule