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Vorgeschichte

 

Im Mai 2011 wurde Wolfgang Buchner von einem Projekt der Welthungerhilfe in Pujehun (westen von Sierra Leone) beauftragt, einen EMAS Technologietransfer durchzuführen. Damals wurden der Pumpenbau, verbesserte Schachtbrunnen, kleine Ferrozementtanks, Waschbecken, Regenwasserfassungen mit Untergrundzisternen und tragbare Pedalpumpen zur Bewässerung gelehrt.

Es gab etwa 18 Teilnehmer, meist aus den ländlichen Gemeinden des Projektgebietes, es nahmen aber auch Leute aus anderen Hilfsorganisationen teil. Leider wurde bald nach dem Ende des Lehrgangs das Projekt umstrukturiert, es kam ein neuer Projektleiter der offensichtlich mit diesem Technologiekonzept kaum etwas anfangen konnte und somit schlief das Projekt in Pujehun erstmals ein.

 

Bei einem regionalen Meeting der Welthungerhilfe im Nachbarland Liberia wurden von einem Vertreter aus Pujehun jene Aktivitäten eher am Rande angesprochen, was jedoch großes Interesse bei einem Kollegen vom WAPFoR-Projekt (Western Area Peninsula Forest Reserve) nahe der Hauptstadt Freetown weckte und dieser sich bald darauf die besten Leute vom Pujehuner Lehrgang zu einem Technologietransfer nach Freetown holte. WAPfoR ist ein Wald – und Wasserschutzprojekt um die Wasserversorgung der Millionenstadt Freetown zu sichern.

Mit ihnen wurden 3 Kurzlehrgänge mit je 14-tägiger Dauer abgehalten und dabei 18 Brunnen mit EMAS Pumpen versehen und zum Teil auch gegraben. Noch bevor das Pujehuner Projekt umstrukturiert werden musste, war es schon eine fast beschlossene Sache, dass nach etwa einem Jahr ein Folgelehrgang stattfinden sollte, bei dem gemachte Fehler korrigiert werden aber auch neue Aufgaben wie etwa das Brunnenbohren auf dem Programm standen. Durch die Umstrukturierung (auch in der Projektphilosophie) war das EMAS Konzept dort nicht mehr prioritär und somit wurde dafür auch kein Geld mehr zur Verfügung gestellt. Auf der anderen Seite waren die Leistungen des Freetowner Welthungerhilfe Projektes (WAPFoR-Projekt) im EMAS Bereich beachtlich, aber bedurften dringender Korrekturen und Weiterförderung, allerdings hatte dieses Projekt nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine Fachkraftaus dem Ausland unter Vertrag zu stellen.

 

 

 

 

Im Dezember 2011 überraschten uns die erfreulichen Informationen des WAPFoR- Projektes welche uns ermutigten, dort mit Finanzierung des EMAS e.V. einen Folgelehrgang abzuhalten. Der Projektträger sagte zu die Auswahl der Kursteilnehmer sowie deren Verpflegung, den Standort für den Lehrgang sowie die Logistik (Transport etc.) und bereits vorhandenes Material bereitstellen und EMAS e.V. übernahm die Flug-und Personalkosten sowie einen Großteil des Materials.

Am Montag den 30. Januar 2011 begann der dreieinhalb wöchige Lehrgang mit 17 Teilnehmern, darunter auch vier Frauen. Das wichtigste Material und Werkzeug wurde die Tage davor gekauft bzw. aus Bolivien mitgebracht. Schwerpunkt bei diesem Lehrgang war der Bau der EMAS Mengenpumpe, die sich besonders gut für die Bewässerung und die Förderung aus flachen Schachtbrunnen eignet. Es gibt in Sierra Leone, wie in vielen anderen Ländern auch tausende von defekten Metallpumpen die keiner repariert weil entweder die Ersatzteile sehr teuer oder nicht erhältlich sind. In all diese Brunnen könnten EMAS Pumpen inkl. Hausanschlüsse installiert werden. Nur um dieses Problem zu lösen, würde sich der EMAS Technologietransfer in Sierra Leone absolut lohnen.